Testosteronmangel (Hypogonadismus) läßt ältere Männer früher sterben

Ein Mangel and Testosteron (Fachchargon Hypogonadismus) ist bei Männern über 40-50 Jahren in bis zu 20 % nachweisbar, d.h.,dass jeder 5. Mann in Deutschland zu wenig Testosteron im Blut und somit in seinen Organen hat.

Schon seit vielen Jahren weiß man, dass Testosteron und seine Metaboliten unter anderem für den Knochenbau, die Blutfarbstoffbildung, die Muskelkraft und die Sexualfunktionen (Erektion,Libido, Ejakulation und Orgasmus) notwendi ist.

In einer jüngsten prospektiven Kohortenstudie mit 856 Männern über 40 Jahre,davon 452 (52,7%) Männer mit normalen ,166 (19,3 %) Männern mit deutlich erniedrigten (< 250 ng/dl) und 240 (28 %) Männern mit wechselnden Testosteronwerten konnte nun überhaupt das erste Mal in der Medizin nachgewiesen werden, dass die Männer mit deutlich erniedrigten Testosteronspiegeln, also mit einem Hypogonadismus, eine deutlich geringere Lebenserwartung hatten. Am Ende des Beobachtungszeitraumes (3-8 Jahre) waren bereits 34,9 % der Männer mit deutlich erniedrigten Testosteronspiegeln verstorben während die Sterblichkeitsquote bei den Männern mit normalen Testosteronspiegeln nur 20,1 % und bei solchen mit wechselnden Testosteronspiegeln (mal niedrig, mal normal) 24,6 % betragen hatte.

Schlussfolgerung: Männer mit einem niedrigen Testosteronspiegel scheinen ein deutlich höheres Sterberisiko zu haben, meist auf Grund eines deutlich höheren kardiovaskulären Risikos gegenüber Männern mit einem normalen Testosteronspiegel. (Quelle: Stores et al: Arch Intern Med 2006,166,1660-1665)

Der Ratschlag des Urologen ist deshalb, dass jeder Mann über 40 Jahre einmal seine Hormone (hier insbesondere Testosteron und DHEA) bestimmen lassen sollte , um rechtzeitig eine Testosteronsubstitutionstherapie zu beginnen bevor es im wahrsten Sinne des Wortes zu spät ist.

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