Störungen des Orgasmus bzw. der Ejakulation bei älteren Männern häufig

In einer brandaktuell im New England Journal of Medicine (NEJM,Lindau,S.T. et al 2007,357,762-774) publizierten Studie zur sexuellen Gesundheit der älteren Bevölkerung Amerikas (Altersgruppe 57-85 Jahre) wurden die Ergebnisse einer Befragung eines  repräsentativen Querschnitts von 1550 Frauen und 1455 Männern vorgestellt.

Danach beklagten 16,2 %  in der Altersgruppe 57-64 Jahre, 22,7 % in der Altersgruppe 65-74 Jahre und 33,2 % der 75-85 jährigen, dass sie beim Geschlechtsverkehr keinen Orgasmus/Samenerguss mehr erreichen können.

Umgekehrt beklagten  29,5 % der 57-64 jährigen, 28,1 % der 65-74 jährigen und 21,3 % der 75-85 jährigen, dass der Samenerguss/Orgasmus zu früh kommt (Ejakulatio präcox bzw. vorzeitiger Samenerguss)

Eigener Kommentar: Diese brandaktuelle Befragung zeigt, dass Störungen des Orgasmus/Samenergusses bei Männern mindestens so häufig sind wie Erektionsstörungen und dass je älter der Mann wird desto größer die Wahrscheinlichkeit ist, dass er den Orgasmus/Samenerguss schwer erreicht auch wenn die Erektion normal ist.

Die davon betroffenen Männer sollten sich an einen Urologen/Andrologen ihres Vertrauens wenden, meist kann man ihnen helfen. In der eigenen Sprechstunde erlebt der Autor dieser Zeilen  immer wieder Paare, bei welchen sich die Frau  von ihrem Partner trennen will (dies betrifft insbesondere Männer mit vorzeitigem Samenerguss), wenn er nicht gewillt ist, sich helfen zu lassen.

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