In einer jetzt im November im renommierten New England Journal of Medicine publizierten Arbeit weist der Autor auf das deutlich erhöhte Risiko , an Leberzellkrebs zu erkranken , bei entsprechend risikobehafteten sexuellen Aktivitäten hin (Wands,J.: Hepatocellular Carcinoma and Sex. NEJM 2007,357, 1974)
Das Risiko, einen (meist unheilbaren) Lebrzellkrebs zu bekommen ist bei Männern generell doppelt so hoch wie bei Frauen.
Typische Risikogruppen für einen Leberkrebs sind alle die Menschen, welche an einer chronischen Hepatitis (Hepatitis =Leberentzündung) B oder C leiden.In diesen Gruppen ist das Leberkrebsrisiko um das 25-30 fache gegenüber gleichaltrigen Menschen ohne Hepatitis erhöht.
In diesem Zusammenhang ist bekannt dass insbesondere Männer und Frauen mit einem risikobehaftetem Sexleben (häufig wechselnde Geschlechtspartner, ungeschützter Geschlechtsverkehr) ein ungleich höheres Hepatitis B und C Risiko haben als die “Normalbevölkerung”
Die chronische Leberentzündung führt hierbei zu einer Schädigung der Leberzellen, häufig einhergehend mit einem narbig-fibrotischen Leberumbau (Leberzirrhose), welcher die Grundlage für die spätere Entartung ,d.h. Krebsentstehung darstellt.
Schlussfolgerungen:
Bei Auswahl seiner sexuellen Aktivitäten sollte man die etwaigen, damit verbundenen Risiken trotz “purer Lust” nie aus den Augen verlieren. Sex mit unbekannten oder nur flüchtig bekannten Personen ohne Condom kann fatale Spätfolgen haben, wie diese Arbeit eindrucksvoll einmal wieder zeigt.
Sollte eine Hepatitis A bzw. B vorliegen so sollten
1. Medikamentöse Therapieversuche unternommen werden, um die persistierende HBV bzw. HCV Infektion einzudämmen bzw. auszumerzen und
2. regelmäßige Ultraschalluntersuchungen der Leber erfolgen