Diagnostik des Prostatakrebses - Klinische Symptome

Bis vor der so genannten PSA-Ära (80er Jahre) kamen die meisten Männer erst dann zum Urologen, wenn der Prostatakrebs bereits klinische Symptome verursacht hatte, so dass bis Mitte 1980 die meisten(70 – 80 %) zu diesem Zeitpunkt diagnostizierten Prostatakarzinome lokal fortgeschritten und oftmals schon metastasiert waren, ohne Aussicht auf Heilung.

Typische klinische  Symptome eines bislang unbekannten und nur durch klinische Beschwerden auffällig gewordenen  Prostatakrebses sind:

  • Beschwerden beim Urinieren (Dysurie)
  • Blut im Urin (Hämaturie)
  • Kreuz-/Knochenschmerzen (wenn bereits Knochenmetastasen vorhanden sind)
  • Tastbare Lymphknoten in der Leiste oder am Schlüsselbeinansatz (bei fortgeschrittenen Lymphknotenmetastasen)
  • Beinschwellung durch Lymphödem bei Lymphknotenmetastasen.
  • Schmerzen im Bereich der Flanken (durch gestaute Nieren bei fortgeschrittenem lokalen Wachstum des Prostatakrebses mit Verlegung der Harnleitermündung)

Zwar gibt es auch heute noch solche Fälle, wo Männer wegen eines oder mehreren der obig aufgeführten Symptome erstmalig einen Arzt bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom aufsuchen, aber diese Fälle sind heutzutage glücklicherweise
deutlich seltener geworden.

Dies ist insbesondere auf die zunehmende Verbreitung des PSA-Testes zurück zu führen, der mittlerweile oftmals auch bei anderen Laboruntersuchungen quasi  mitläuft und dann oftmals in der Lage ist, frühzeitig den Verdacht auf ein Prostatakarzinom auszusprechen und die entsprechende Diagnostik und Therapie einzuleiten.

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