Testosteron schützt vor Herztod und verlängert das Leben

Eine im Dezember 2007 vorgelegte große Langzeitstudie,welche 11.606 Männer umfasste, belegt erneut,dass  normale  Testosteronspiegel das Herz schützt und die Männer länger leben läßt (Khaw,K.-T. et al: Endogenous Testosterone and mortality due to all causes,cardiovascular disease,and cancer in men.European Prospective Investigation Into Cancer in Norfolk (EPIC-Norfolk) Prospective Study.Circulation 2007,116,2694-2701)

In dieser prospektiven Langzeit-Beobachtungsstudie  waren 11.606 Männer in der Altersgruppe 40-79 Jahren eingebunden, welche in den Jahren 1993-1997 aus den Dateien niedergelassener Allgemeinärzte in Norfolk,UK rekrutiert wurden und bei denen neben einer allgemeinen Krankheitsanamnese und körperlicher Untersuchung auch Laborwerte incl. der Werte von Testosteron,SHBG und DHEAS erhoben wurden.Die Männer wurden dann bis zum Jahre 2003 nachbeobachtet und Sterberate und Sterbeursachen in Abhängigkeit von u.a. den Hormonwerten analysiert.

Von der Analyse 2003 wurden 1.183 Männer ausgeschlossen,bei welchen bereits zum Zeitpunkt der Rekrutierung eine kardiovaskuläre Erkrankung wie koronare Herzkrankheit bekannt war.In die vorgelegte Analyse gingen schließlich 825 Männer ein,welche in dem benannten Beobachtungszeitraum (durchschnittliche Beobachtungszeit 7 Jahre) verstorben waren und die zum Rekrutierungszeitpunkt weder eine kardiovaskuläre Erkrankung hatten noch an einem Krebsleiden erkrankt waren.Die zum Zeitpunkt der Rekrutierung erhobenen Daten  (Laborwerte,Hormonanalysen) der 825 verstorbenen Männer wurden mit den Daten von 1.489 Männern verglichen, welche im Jahre 2003 noch am Leben waren.

Bei der Analyse der Daten stellte sich heraus, dass die zum Zeitpunkt der Rekrutierung gemessenen Testosteronspiegel im Blut invers mit der Sterblichkeit korreliert waren,was für alle Todesfälle als auch für durch Herzinfarkt oder Krebsleiden verursachte Todesfälle gleichermaßen zutraf. Will heißen , je niedriger die anfangs gemessenen Testosteronwerte bei den Männern waren, desto höher das Risiko früher zu sterben, ungeachtet ob die Todesursache durch Krebs oder kardiovaskuläre Erkrankungen bedingt war.

Eigene Anmerkung: Auch diese jüngste Studie belegt sehr eindrucksvoll, dass normale Testosteronspiegel sehr wichtig für die gesamte Gesundheit als auch das Gefäßsystem des Mannes sind, und dass Männer mit zu niedrigen Testosteronspiegel a la longue ein deutlich höheres Sterblichkeitsrisiko aufweisen als sloche Männer mit normalem Testosteronhaushalt, wenn das Testosterondefizit unbehandelt bleibt.

Aus diesem Grunde empfiehlt sich für jeden Mann, dass er ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig seine Hormonwerte  beim Urologen bestimmen lässt und ,falls diese erniedrigt sind ,sich einer Testosteronsubstitutionstherapie unterzieht (P.S.: Keine Kassenleistung)

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