Herpes genitalis in der Bevölkerung weit verbreitet

Epidemiologie und Infektionswege des Herpes genitalis

 

Die Herpesviren  unterteilen sich in Herpes simplex Virus (HSV) Typ 1 und Herpes simplex Virus Typ 2. Beide Virustypen sind bezüglich ihrer DNA Struktur sehr eng miteinander verwandt und zeigen eine 83 %ige  eine gemeinsame Identität bezüglich ihrer Eiweiß (Protein) Codierungs(Synthese)stellen und ihres Genoms. Normalerweise ist HSV 1 für Infektionen in der Mund-Lippenregion (daher der Name Herpes labialis) und HSV 2 für solche in der Genitalregion verantwortlich. Die Herpesviren werden ubiquitär sowhol in städtischen und ländlichen Regionen angetroffen und sind weltweit die häufigste Ursache für genitale Ulcera (Geschwüre) bei beiden Geschlechtern. Die weltweiten Durchseuchungs-(Prävalenzraten) schwanken landesabhängig zwischen 10 und 60 %.Obgleich weltweit die meisten Herpesinfektionen am Genitale durch HSV 2 verursacht werden ist in den entwickelten(industrialisierten) Ländern auch der HSV 1 Typ mittlerweile für 50 % der klinischen Erstinfektionen am Genitale verantwortlich.Allein in den USA kommt es Schätzungen zufolge  jährlich zu 1 Million HSV Neuinfektionen Die Durchseuchungsrate ist in erster Linie von den sexuellen Gewohnheiten der untersuchten Populationen abhängig. So haben Menschen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern eine viel höhere Durchseuchungsrate als solche mit wenigen Intimpartnern/innen .Bei  HIV-Infizierten und Prostituierten erreichen die Durchseuchungsraten bis zu 90 % .


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