Der vorzeitige Samenerguss ist die häufigste Sexualstörung
Der vorzeitige Samenerguss stellt die häufigste Sexualstörung (häufiger als Potenzstörungen) bei Männern dar und betrifft ca. 25 % aller Männer in der Altersgruppe 18-65 Jahre, wie unlängst eine Europäische Übersichtsarbeit gezeigt hat
( H.Porst, F. Montorsi, R.C.Rosen, L.Gaynor, S.Grupe, J. Alexander. European Urology 2007, 51, 816-824:The Premature Ejaculation Prevalence and Attitudes (PEPA) Survey: Prevalence, Comorbidities, and Professional Help-Seeking.)
Hilfe bei vorzeitigem Samenerguss mit Betablocker Pindodol
In einer unlängst publiizierten placebo-kontrollierten Studie mit 86 teilnehmenden Teilnehmern konnten die Autoren zeigen, dass mit Hilfe des seit vielen Jahren verfügbaren Betablockers Pindolol (Handelsnamen Visken und Durapindol) Männern mit lebenslangem vorzeitigen Samenerguss erheblich geholfen werden kann, wenn so genannte SSRI wie Paroxetin alleine nicht geholfen haben: Die Medikation von Pindolol 7,5 mg /Tag führte dabei zu einer vierfachen Verlängerung des Durchhaltevermögens (Zeitraum bis zum Samenerguss nach Einführen des Penis in die Scheide), in Zahlen ausgedrückt von 48 sec. auf 188 sec. unter Pindolo gegenüber 41 auf nur 58 sec. unter Placebo. Wurde Pindolol wieder abgesetzt so kehrte der viel zu schnelle Samenerguss sofort wieder zurück.
(Quelle: M.R,.Safarinejad.:Once-Daily High-Dose Pindolol for Paroxetine-Refractory Premature Ejaculation: A Double-Blind, Placebo-Controlled and Randomized Study.J Clin Psychopharmacol 2008, 28:39-44)