Refertilisation nach Vasektomie und SchwangerschaftsratenDie retrospektive Analyse von 249 Männern, welche sich an zwei Amerikanischen Urologischen Refertilisationszentren zwischen 1995 und 2005 einer Refertilisation (Vasovasostomie oder Vasoepididymstomie) wegen zuvor durchgeführter Vasektomie (Unterbindung der Samenleiter) unterzogen hatten, ergab, dass die Schwangerschaftsraten und damit der eigentlich zählbare Erfolg für die Paare, eindeutig vom Alter der Partnerinnen abhängig war. (Gerrard,Jr.ER et al.Fertil Steril 2007,87,1340-1344) Die Schwangerschaftsraten, bezogen auf die jeweilige Altersgruppe der Partnerinnen waren wie folgt:67 % (20-24 Jahre), 52 % (25-29 Jahre), 57 % (30-34 Jahre), 54 % (35-39 Jahre) und 14 % (> 40 Jahre)Unter Berücksichtigung dieser Zahlen sollten sich Paare ,bei welchen die Partnerin über 40 Jahre alt ist, genau überlegen, ob sich der Partner einer aufwendigen und kostspieligen Refertilisation unterziehen soll.
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Schwangerschaftsraten nach Refertilisation bei Partnerinnen > 40 Jahre wenig Erfolg versprechend
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Metaanalyse (1980-2005) der assistierten Reproduktion (IVF/ICSI) zeigt erhöhtes Risiko von Fehlgeburten,Schwangerschaftskomplikationen und Mißbildungen
Dienstag, 09. Oktober 2007In der unlängst in der renommierten wissenschaftlichen Zeitschrift Lancet publizierten und bislang größten Metaanalyse der Ergebnisse der assistierten Reproduktion (in-vitro-Fertilisation-IVF und intracytoplasmatische Spermieninjektion-ICSI) analysierten die Autoren im Zeitraum 1980-2005 insgesamt 3980 zu dem Thema veröffentlichte wissenschaftliche Publikationen (Sutcliffe,A.G., Ludwig M, Lancet 2007,370,351-359). Die Hauptergebnisse der Analyse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Seit dem ersten durch IVF geborenen Kind 1980 in England wurden bis Ende 2005 weltweit über 1 Million Kinder entweder durch IVF oder durch ICSI geboren.IVF/ICSI-Kinder machen mehr als 1 % aller derzeit geborener Kinder aus, in Finnland z.B. sogar 4%. Das größte Risiko von IVF und ICSI sind Mehrlingsschwangerschaften bis zu über 30 %. Die Spontanabortrate nach ICSI/IVF ist zwischen 20-34 % höher als bei normalen Schwangerschaften.Chormosomenaberrationen sind nach ICSI mit 0,63 % vs. 0,2 % höher. Die Rate schwerer Mißbildungen , welche fast ausschließlich Jungen mit urogenitalen Mißbuildungen und hierbei vor allem Penis-/Harnröhrenmißbildungen (Hyposapdien) betreffen, ist gegenüber natürlichen Schwangerschaften um 30 % erhöht. Zusätzlich besteht nach ICSI/IVF ein erhöhtes Risiko von cerebralen (gehirnbedingten) Lähmungen .Die Rate von Schwangerschaftskomplikationen wie Präeklampsie ist um 55 %, die Früfgeburtrate um das zweifache erhöht. Die weitere Entwicklung gesund geborener Kinder unterscheidet sich nach ICSI/IVF nicht von der nach natürlich induzierten Schwangerschaften geborenen Kindern.
Eigener Kommentar: Diese bislang größte publizierte Metaanalyse zu den modernen Reproduktionsmethoden beweist, dass ICSI und IVF mit einem erhöhten Schwangerschafts-,Frühabort-,Frühgeburts- und Mißbildungsrisiko einhergeht, auch wenn dies von vielen insbesondere kommerziell ausgerichteten Fertilitätskliniken geleugnet bzw. verharmlost wurde/wird. Paare, mit Kinderwunsch , welche diesen oft sehr stressreichen und teuren Weg der Familienplanung beschreiten wollen,sollten diese neuen Tatsachen mit in der Entscheidungsfindung berücksichtigen.
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Neue Hoffnung für männliche Fruchtbarkeitsstörungen (Infertilität) ??
Sonntag, 24. Juni 2007In einer jüngst in der renommierten Zeitschrift Human Reproduction Update (Ebisch,I.M.W. et al, Human Reproduction Update 2007, 13,163-174) erschienen Arbeit weisen die Autoren auf die Bedeutung antioxidativ wirksamer Substanzen wie Folsäure und Zink sowohl für die weibliche als auch für die männliche Fruchtbarkeit (Fertilität ) hin.Während Folsäure beim Mann positiv die Spermienproduktion beeinflusst, wird Zink für die Hodenentwicklung und die Spermienreifung sowie die Produktion des männlichen Geschlechtshormons Testosteron benötigt.Zusätzlich beeinflussen Thiole wie Glutathion die Produktion von so genannten Radikalen in den Spermien und haben somit einen positiven Einfluss auf die Stabilität und Beweglichkeit (Motilität) der Spermien.
Unlängst konnte eine Wiener Medizinergruppe in einer prospektiven, allerdings nicht placebo-kontrollierten Studie bei 31 Männern mit unerfülltem Kinderwunsch nachweisen, dass eine 3-monatige Behandlung mit Kapseln, welche u.a. L-Carnitin, L-Arginin, Zink, Vitamin E, Glutathion, Selenium , Folsäure und Coenzym Q10 beinhalteten , die Fruchtbarkeit der Männer (Zunahme von Spermienzahl und Beweglichkeit) signifikant gesteigert werden konnte.
Seit Mai 2007 sind die genannten Substanzen in Form einer bilanzierten Diät als Orthomol fertil in den Deutschen Apotheken erhältlich (Monatspackung € 44,95, Drei-Monatspackung € 126,95)
Eigene Anmerkung: Für Paare mit Kinderwunsch, bei welchen eine Beeinträchtigung der männlichen Fruchtbarkeit beim Urologen mittels eines Spermiogramms festgestellt worden ist , ist die Anwendung von Orthomol fertil für 3-9 Monate sicherlich sinnvoll ,vorausgesetzt es sind keine direkt behandelbaren Ursachen der Infertilität beim Urologen festgestellt worden , bevor aufwändigere, reproduktionsmedizinische Maßnahmen ergriffen werden.
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