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Testosteron und Metabolisches Syndrom

Donnerstag, 28. Februar 2008

Meatbolisches Syndrom - Übergewicht, Fettstoffwechselstörung, Bluthochdruck und Diabetes

Die zunehmende Über- und Fehlernährung  der Bevölkerung,insbesondere in den hoch zivilisierten Industriegesellschaften, führte zu einer rasanten Zunahme von Fettleibigkeit mit erhöhtem Cholesterin, Bluthochdruck und Zuckerkrankheit (Diabetes). Mittlerweile wurde für dieses Symptomenquartett der medizinische Begriff Metabolisches Syndrom kreiert .

Unter einem  Metabolischen  Syndrom versteht man das „tödliche Quartett“ von Übergewicht (Adipositas- Bauch-Taillenumfang > 102 cm bei Männern) , Fettstoffwechselstörung (Cholesterin und Triglyceride), Bluthochdruck und Zuckerkrankheit (Diabetes). Tödliches Quartett wird das Metabolische Syndrom deshalb genannt, weil man weiß, dass Menschen , welche diese 4 Risikofaktoren aufweisen, ein deutlich erhöhtes Sterblichkeitsrisiko auf Grund von Herzinfarkten und Schlaganfällen zeigen.

Definition des Meatabolischen Syndroms

Die Definition des Metabolischen Syndroms nach der Weltgesundheitsbehörde (WHO) ist wie folgt:

  • Adipositas (Taillenumfang > 102 cm bei Männern und > 88 cm bei Frauen)
  • HDL-Cholesterin < 40 mg% bei Männern und < 50 mg% bei Frauen
  • Triglyceride > 150 mg%
  • Blutdruck > 130/85 mmHg
  • Nüchternblutzucker (Glucose) > 110 mg%

In den letzten Jahren (2003-2007) wurden nun viele Studien veröffentlicht, welche allesamt zu demselben Ergebnis kamen, dass Männer mit erniedrigtem Testosteron, also per definitionem an einem Hypogonadismus leiden, wesentlich häufiger an einem Metabolischen Syndrom leiden als solche , bei welchen der Testosteronspiegel normal ist.

(Literatur :Osuna,J.A. et al.Arch Androl. 52,355-361,2006, Maagio,M. et al ,J Amer Geriatr Soc 2006, 54, 1832-1837, Selvin,F. et al: Diabetes Care 2007,30,234-238, Kaplan,S.A. et al, J.Urol, 2006,176,1524-1528, Rhoden et al. BJU Int. 2005,96,867-870, Pitteloud et al, Diabetes Care 2005, 28, 1636-1642, Kapoor et al, Eur J Endocrinol. 2006, 154,899-906)

Hierbei hat sich auch gezeigt, dass der Ausgleich des Testosterondefizits durch Gabe von Testosteron die Stoffwechsellage verbessert und damit die Häufigkeit des Metabolischen Syndroms senken kann.